Schnecken im Aquarium

Schnecken sind die Gesundheitspolizei im Aquarium. Sie vertilgen die Futterreste, tote Fische und faulende Pflanzenreste. Schnecken können auch Fischlaich fressen, womit sie nicht immer erwünscht sind. Sollte mal die Nahrung ausgehen (da zu viele Schnecken), so vergreifen sich die Schnecken auch an weichen Pflanzen, um zu überleben. Die hier genannten Schnecken mögen eine Wassertemperatur von 24 - 28 °C. Gegen koridierte Schneckenhäuser hilft eine Zugabe von zerriebenen Eierschalen.


Turmdeckelschnecken

Turmdeckelschnecken Die lebend gebärende Malaiische Turmdeckelschnecke (Kiemenatmer) ist nicht für Fische gefährlich, sie ist sogar nützlich, da sie den Bodengrund während der Futtersuche durchwühlt. In der Nacht kommt diese Schneckenart an die Wasseroberfläche, wo sie abgesammelt werden kann. Sollte sie bereits am Tag zu sehen sein, so stimmt etwas mit dem Wasser nicht! Turmdeckelschnecken ernähren sich von Futter- und Pflanzenresten, die zum Bodengrund gefallen sind.


Tellerschnecken

Tellerschnecken Es gibt rote, dunkelbraune und gescheckte Varianten. Bei starker Vermehrung durch Überfütterung sollten diese abgesammelt werden, da sie sich schon mal an zarten Pflanzen vergreifen können. 10 - 20 Tiere können ohne weiteres in einem kleinen Becken geduldet werden.

Kleine Tellerschnecke Die kleinen Tellerschnecken (Lungenatmer) können sogar im Biofilter leben. Wegen ihrer Größe können diese Schnecken den Pflanzen nicht gefährlich werden. Diese Schneckenart kommt hervorragend in die Biofiltermatten, um dort zu speisen. Somit werden die Matten auch wieder durchlässiger.


Apfelschnecken

Eine der beiden Apfelschnecken geht Luft holen. Die Apfelschneckenarten können eine Größe eine Tischtennisballs erreichen. Es gibt sie in gelb und braungestreift. Die Pflege und Zucht gelingt nicht immer, da sie erhöhte Anforderung an das Wasser stellt. Es sollten sich keine Fische im Becken befinden, die das Atemrohr (Lungen/Kiemenatmer) der Schnecke fressen wollen. Die Luft über dem Aquarium sollte nicht kälter als das Wasser sein. Die Schnecke legt die Eier (umgeben von einer Kalkschale) nachts außerhalb des Wassers, aber in der Nähe der Wasseroberfläche, damit die jungen Schnecken schnell ins Wasser finden können. Sollte so ein Tier eingehen, stellt es ein Risiko für die Bewohner des Aquariums dar, da durch die Fäulnisprozesse genügend Giftstoffe abgegeben werden können. Diese Schneckenart sollte gezielt gefüttert werden.


11.05.2002