Futterherstellung

Diskusfutter

Bestandteile:
ca. 1 kgRinder-Kalbs- oder Putenherz
0,5 kgGarnelenschrimps
250 ggekochten Spinat (optional)
2 Teel.Spirulina-Pulver
2 Teel.Vitamin C
2 Essl.Vitakalk (für Hunde und Katzen)
ca. 250 g  Thunfisch ungesalzen
2 Essl.Multi Vitamin
ca. 5-7Knoblauchkapseln (ohne Umhüllung, aufstechen)
1Eidotter
2 Essl.Agar-Agar oder Gelatine zum Festigen.

Herzen, Garnelen, Thunfisch mit einem Mixer zerkleinern. Weitere Zutaten unterrühren und mit Gelatine festigen und Portionsweise einfrieren. Eine andere Variante, die nicht so aufwendig ist. Man schneide ein Rinderherz in größere Stücke und friere diese ein. Die hautigen Teile sollten entfernt werden, da die Fische diese nicht zerkleinern und fressen können.

Fütterung:
Rinderherz Bei Bedarf wird ein Stück eingefrorenes Rinderherz mit einer Küchenraspel zerkleinert.

Für Jungfische: Tiefgefrorenes Futter nur leicht an die Küchenraspel andrücken.

Für größere Fische: Angetautes Futter mit großem Druck raspeln und ein Gemisch aus Spirulina, Algenmehl, Vitamin C und Vitakalk beimengen.


Cichlidenfutter

Bestandteile:
ca. 1 kg  Garnelen, großer Krill
250 gErbsen oder Spinat leicht gekocht oder blanchiert
2 Teel.Spirulina-Pulver
2 Teel.Algenmehl (Apotheke)
1 Essl.Vitakalk (für Hunde und Katzen)
2 Essl.Multivitamin
2 Essl.Agar-Agar oder Gelatine

Garnelen, Erbsen oder Spinat im Mixer zerkleinern und restliche Zutaten unterrühren und Portionsweise einfrieren.


Enchyträen-Zucht

Ansatzsubtrat:
1/3 gesiebte Komposterde
1/3 Blumenerde
1/3 Rindenmulch fein
Plastikschüsseln 15 - 30 cm Durchmesser
2/3 der Höhe mit Substratgemisch auffüllen
Glasabdeckscheiben zum Bedecken

Futter:
150 gr grobe Haferflocken und
100 gr Schmelzflocken (instant) und
3 - 4 Teelöffel Zucker mit Wasser vermengen, bis ein wässriger Brei entsteht.
oder
Ungewürzte Bayerische Semmelknödel (eine Scheibe ca. 7 mm dick, aufgetaut)
(oder eingeweichte Semmeln bzw. Weißbrot, oder gekochte Nudeln)
oder
Brathuhnknochen (abgenagte Knochen wieder entfernen)

Haltung:
Enchyträen beim Vergraben, da lichtscheu. Den Boden mäßig feucht halten und mit einer Glasscheibe bedecken. Die Schüssel mit Zeitungspapier abdunkeln, da die Enchyträen lichtscheu sind und sich sonst im Erdreich verkriechen würden.

Schüssel mit Enchyträen Das Enchyträenfutter auf das Substrat legen und mit der Glasscheibe zudecken. Vorher sollte Schimmel vom Substrat und den Futterresten entfernt werden. Zwischen Glasscheibe und Substrat sollten keine Zwischenräume sein, da diese sonst schnell zum Austrocknen des Bodens beitragen. Im Keller, wo es nicht so warm wird (10 - 18 °C), fühlen sich die Enchyträen wohl. Zum Füttern der Fische werden die Enchyträen am Rand des Enchyträenfutters mit einer Pinzette abgesammelt.


Mikroälchen

Mikroälchen am Glasrand Die winzigen Tierchen leben in einem Brei aus Maismehl und Hefe. Für den Brei werden 1 Teel. Maismehl und ca. 1 g. Trockenhefe mit Wasser angemischt. Sollte die Anzahl der Tierchen abnehmen, so muss der Brei nachgefüllt werden.

Erntereife Tierchen steigen am Glasrand empor und können dort leicht mit einem Pinsel oder mit der angefeuchteten Fingerkuppe entnommen werden. Die Mikroälchen wollen eine Temperatur von 10 - 18 °C.

Die Mikroälchen sind eine Delikatesse für Jungfische und sind z.B. für importierte Neonfische geeignet.


Japanischer Wasserfloh (Moina macrocopa)

Die 1-2 mm großen Wasserflöhe sind leicht zu züchten.

Futter:
Jeden zweiten Tag gibt es ca. 10 - 15 Schmelzflocken (Baby-Haferflocken) und ca. 10 - 12 Hefe-Körner (Müllers Hefe vital-S (Instant-Trockenbackhefe)) und 1/8 Liter Aquariumwasser.

Haltung: Die Tiere werden in ca. 10 Liter fassenden Eimern gehalten, wobei man ca. 3 Eimer mit unterschiedlichen Ansatzzeiten haben sollte, um einen Zusammenfall einer Zucht zu kompensieren. Die Eimer stellt man neben einem Aquarium/Fenster (indirektes Licht). Die Tiere vermehren sich optimal bei 25oC.

Man beginnt mit 5 Liter Wasser und der Fütterung. Nachdem 8 Liter erreicht worden sind (Wasserzugabe siehe Futter), kann ein Neuansatz (4 Liter Zuchtwasser + 1 Liter Aquariumwasser + Futter im alten und neuen Eimer) gemacht werden. Der Wandbelag im alten Eimer sollte nicht entfernt werden.

Die Zucht läuft optimal, wenn die Tiere sich die meiste Zeit an der Wasseroberfläche aufhalten. Moina verträgt kein Frischwasser! Bei bierbrauntrüben Wasser ist ein Neuansatz zu empfehlen.


04.01.2003