Allgemeine Tipps für Aquaristikneulinge
Diese Tipps sollen nur kleine Anhaltspunkte für Neueinsteiger sein. Ich gehe
davon aus, dass bei einer Neuanschaffung das jeweils für Sie in frage kommende
Zoofachgeschäft Sie gerne berät.
Größe des Aquariums
Als Mindestgröße: Länge 60 cm, Tiefe 30 cm, Höhe
30 cm = 54 Liter. Für kleine Fische pro Fisch ca. 5 Liter Wasser. Je
größer das Wasservolumen, desto besser.
Standort
Ungünstig ist direkte Sonneneinstrahlung (gegenüber großen
Fenstern, da Algenprobleme) und ein Standort neben Heizungen. WICHTIG: Steckdose
sollte in der Nähe sein! AUF GEWICHT ACHTEN: 1 Liter Wasser wiegt ca. 1 kg,
dazurechnen muss man noch die Inneneinrichtung (Bodengrund, Steine, Wurzeln etc.)
für die man ca. 1/4 vom Wassergewicht hinzurechnet. Der Unterbau sollte
dem entsprechenden Gewicht angepasst sein. Zwischen Aquariumboden und Unterbau
sollte man eine Unterlage aus Styropor legen, um Spannungen auszugleichen.
Technik
Innen oder Außenfilter je nach Bedarf. Die Stärke der Pumpe ist nicht so
wichtig, sondern das Filtervolumen. Das durchlaufende Wasser sollte nicht zu schnell
fließen, um den nitratabbauenden Bakterien Zeit zu geben. Dann kommt noch eine
Abdeckung mit Leuchtstoffröhren, ein Heizstab, eine Zeitschaltuhr und ein
Thermometer hinzu.
Wasser
Vor Anschaffung der Fische sollte die Wasserbeschaffenheit festgestellt werden. In
einem guten Zoofachgeschäft testet man Ihnen sicher Ihr Leitungswasser. Sie
werden dann anhand des PH-Wertes feststellen, ob Sie saures oder alkalisches Wasser
haben. D.h., PH Wert 7 = neutral, unter 7 = saures Wasser und über 7 = alkalisches
Wasser (basisch).
Beckeneinrichtung
Aquarium mit Bodengrund befüllen, wobei man gleich einen Langzeitdünger als
unterste Schicht verwendet. Darauf den Bodengrund (nicht zu fein, also keinen Sand). Die
Pflanzen werden dann eingepflanzt (kleine vorne, große hinten). Das Wasser vorsichtig
einlassen und dabei den Bodengrund so wenig wie möglich aufwühlen, damit das Wasser
nicht gleich eintrübt. Jetzt gibt man dem Becken drei Wochen Zeit, wobei der Filter
laufen sollte. Danach kann man algenfressende Fische z.B. Antennenwelse einsetzen. Nach
weiteren drei Wochen können dann die eigentlichen Fische eingesetzt werden.
Fisch- und Pflanzenbesatz
Die Fische und die Pflanzen sollten mit den Wasserwerten harmonieren. Auch die
Wassertemperatur und die Ausleuchtung des Beckens sollte berücksichtigt
werden. Aquaristikbücher helfen bei der Auswahl.
Fischkauf
Worauf man achten sollte! Keine guten Merkmale sind: Eingefallener Bauch oder
aufgeblähter Bauch, hervorstehende Augen, Schimmel, angefressene Flossen. Ein
gesunder Fisch weist klare Umrisse auf. Er kann sich auch in jeder Tiefe oder
Höhe bewegungslos aufhalten. Auch durch lebhaftes umherschwimmen zeigt der
Fisch, dass er rundum gesund ist.
Wasserwechsel
14-Tägig ca. 30% des Wasserinhaltes wechseln. Beispiel 100 Liter
Wasserinhalt = 30 Liter Wasserwechsel. Der teuerste und beste Filter, auch
die häufig angepriesenen Wundermitteln können einen Wasserwechsel
nicht ersetzen. Der Filter sollte solange laufen, bis die Wirkung (Auslaufströmung)
fast Null ist. Zum Auswaschen einen Eimer Aquariumwasser verwenden und den Filter
wieder mit mindestens zur Hälfte mit gereinigten Material beschicken.
Wasserwechsel und Filterreinigung stets zeitlich getrennt machen!
19.02.2001